Betroffenenbeirat des Projektes
Wir vertreten uns selbst!
Warum ist es wichtig, daß es diesen Beirat des Projektes
Wir vertreten uns selbst! gibt?
Es ist wichtig, daß selber betroffene Personen Wir vertreten
uns selbst! aus ihrer Sicht mit gestalten, ihre Ideen und Wünsche
einbringen!
Denn: "Niemand weiß besser, was wir wollen, als wir selber!"
Wer sind wir?
Im Betroffenenbeirat arbeiten 6 Betroffene von den Projektträgern
mit.
Unsere Ziele
- Die Projektarbeit inhaltlich unterstützen.
- Die Arbeit des Projektes genau unter die Lupe nehmen.
- Die Idee von Selbstbestimmung und Selbstvertretung von Menschen mit
sogenannter geistiger Behinderung bekannt machen und nach außen
vertreten.
Das ist uns ganz wichtig
- Wir wollen ernst genommen werden!
- Wir wollen mitbestimmen, wenn es um uns geht!
- Wir wollen angehört werden, was wir zu sagen haben!
Das machen wir
- Bücher in leichter Sprache
- Gesetzestexte und Gerichtsurteile ansehen
- Sagen, was im Projekt gut ist und was nicht
- Einsetzen für ein Gleichstellungsgesetz
- Themen, die uns wichtig sind, einbringen
- An Seminaren teilnehmen
- Das Projekt bekannter machen
- Vorträge halten
Unsere Forderungen an ein Gleichstellungsgesetz
Zum Thema Arbeit fordern wir:
- freie Wahl, wo wir arbeiten und was wir arbeiten
- mehr Arbeitsplätze in der freien Wirtschaft, außerhalb der
WfBs
- höhere Strafgelder für Betriebe, die zu wenige Menschen mit
Behinderungen einstellen
- ein Recht auf Unterstützung am Arbeitsplatz und in der
Ausbildung
Zum Thema Werkstätten für Behinderte (WfBs) fordern
wir:
- gleiche Arbeitnehmer-Rechte, zum Beispiel beim Urlaub oder wenn wir
krank sind
- einen gerechten Lohn
- einen Werkstattrat, der mit dem Betriebsrat gleichgestellt ist
- das Recht auf Bildungsurlaub und Fortbildung
Zum Thema Wohnen fordern wir:
- freie Wahl, wo wir wohnen und wie wir wohnen
Zum Thema Wohnheime fordern wir:
- freie Tagesgestaltung, was wir machen und wann wir es machen
- das Recht zu wissen, was mit unserem Geld passiert
- freie Verfügung über unser Geld
- Mietverträge, die wir verstehen, in einfacher Sprache
- kleinere Wohngruppen und keine großen Wohnheime
Zum Thema Partnerschaft und Elternschaft fordern wir:
- das Recht zu heiraten
- das Recht auf eigene Kinder
Für Frauen fordern wir:
- strengere Strafen für Leute, die uns mißbrauchen oder
Gewalt antun
- offene Frauenhäuser auch für uns
- keine Sterilisationen ohne unsere Zustimmung
Allgemein-politisch fordern wir:
- eine Akzeptanz unserer Person
- Keine Entscheidungen über unseren Kopf hinweg, sondern
Absprachen mit uns
- Das Recht auf Leben. Behinderte Kinder dürfen nicht getötet
werden.
- Schutz vor Mißbrauch und Gewalt
- alle wichtigen Gesetze und unsere Rechte zugänglich für
alle (in leichter Sprache mit Bilder und auf Kassetten)
- das Recht Verträge zu unterschreiben
- keine Willkür bei der Festlegung vom Grad der Behinderung
Sie wollen mehr über den Betroffenenbeirat wissen?
Wir vertreten uns selbst!
-Betroffenenbeirat-
Kölnische Str.
99
34119 Kassel
Tel.:(0561) 72 885-54
Fax: (0561) 72 885-58
E-mail:
betroffenenbeirat@peoplefirst.de
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