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Wichtige Info! "Mit mir nicht!" - Aktion gegen sexuelle Belästigung (31. März 2004

Es gibt eine gute Nachricht! Es wurde eine Internetseite www.mit-mir-nicht.de zum Thema "Mit mir Nicht" - Aktion gegen sexuelle Belästigung in leichter Sprache gemacht.
Dazu gibt es auch Plakate und Broschüren. Diese wurden von Julia Zinsmeister geschrieben.

Mit mir nicht! - Aktion gegen sexuelle Belästigung

So heißt die neue Aktion gegen sexuelle Belästigung in Einrichtungen. Die Aktion besteht aus einem Plakat, dass in Werkstätten für behinderte Menschen (WfBM) aufgehängt werden kann. Es gibt auch eine Broschüre in einfacher Sprache. Und es gibt eine Internetseite mit der Adresse www.mit-mir-nicht.de. Was die Aktion soll, haben wir Julia Zinsmeister gefragt. Julia Zinsmeister hat die Broschüre geschrieben. Sie weiß, welche Rechte behinderte Menschen haben, denn sie hat Recht studiert.

Julia Zinsmeister


Das ist Julia Zinsmeister

WeiberZEIT: Frau Zinsmeister, wie sind Sie auf die Idee gekommen, diese Aktion zu machen?

Julia Zinsmeister: (...) Sex zu haben, ist schön, aber nur, wenn beide es wollen. Viele Frauen, die sexuell belästigt werden, haben Angst, laut "Nein!" zu sagen. Sie schämen sich und fühlen sich schuldig, weil gerade ihnen das passiert. (...) Die Frauen sollen wissen, dass es in Werkstätten für behinderte Menschen und an anderen Arbeitsplätzen und Orten sehr viel sexuelle Belästigung gibt. Und das es viele Frauen gibt, die so etwas erlebt haben. Die Frauen sollen wissen, dass jede Frau und jeder Mann das Recht hat, sich gegen sexuelle Belästigung zu wehren. Wenn eine Frau in der WfBM sexuell belästigt wird, kann sie sich zum Beispiel beim ihrer Chefin oder dem Chef, z.B. dem Gruppenleiter, beschweren. Das ist in einem Gesetz extra so geregelt. Dieses Gesetz heißt Beschäftigungsschutzgesetz. Das Gesetz sagt, dass die Leitung der WfBM alles tun muss, damit die Frau nicht mehr belästigt wird.

WeiberZEIT: Was steht in der Broschüre alles drin?

Julia Zinsmeister: In der Broschüre wird genau erklärt, was sexuelle Belästigung ist und was man in der Werkstatt dagegen tun kann. Wir erklären das Beschäftigungsgesetz in einfacher Sprache. Dort können die Frauen nachlesen, welche Rechte sie haben. Es gibt Tipps, was die Leitung der WfBM tun kann, damit niemand sexuell belästigt wird. Wir geben auch Tipps, was der Werkstattrat tun kann, damit niemand in der Werkstatt sexuell belästigt wird.

Das Gespräch hat Martina Puschke von der Politischen Interessenvertretung behinderter Frauen des Weibernetz e.V. mit Julia Zinsmeister geführt. Dies ist aber nur ein Teil des Gespräches. Das ganze Gespräch ist in der WeiberZEIT Nr. 2, 2004 erschienen.

Das Plakat und die Broschüre kosten kein Geld. Hier kann man sie bestellen:

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
Tel.: 0180/5329 329
e-mail: broschuerenstelle@bmfsfj.bund.de
oder im Internet unter: www.bmfsfj.de

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